Kritik zu FISCHER SUCHT FRAU

Weser Kurier Bremen 

Speed-Dating in Hattersiel

In der neuen Komödie im Packhaustheater (Komödie Bremen) sind die beiden Fischer Enno und Fietje auf der Suche nach der großen Liebe.

Das Leben im kleinen Fischerörtchen Hattersiel könnte so schön sein. Jeden Tag fahren die beiden Fischer Enno (Lennart-Fabian Müller) und Fietje (Mark Derichs) zum Fischen raus und trinken anschließend ein paar Lütt un Lütt - sprich: Schnaps und Bier - in Fraukes (Katja Hentschel) kleinem Lokal. Manchmal, ja manchmal gibt es auch einen Tee. Und bezahlen muss auch niemand. Hier wird noch auf Deckel geschrieben. Man kennt sich, man vertraut sich.

NORDDEUTSCHER CHARME

Wie es sich für eine gute Komödie gehört, geht beim geplanten Speed-Dating natürlich einiges schief. Enno und Fietje stellen sich mehr als dösbaddelig an und verschrecken die Damen alleine schon durch ihren strengen Fischgeruch. Auch, dass Enno beim Date noch ein paar ungepulte Krabben von vorgestern aus der Tasche zieht, ist nicht gerade förderlich. Jannes hat also gut damit zu tun, die beiden auf die Damenwelt vorzubereiten. Der, das wird im Stück recht schnell klar, hilft seinen Freunden allerdings nicht nur aus reiner Nächstenliebe, sondern hat selbst einige Fische, pardon, Leichen im Keller.

Gespickt ist das Stück mit wohl dosierten Seemannsliedern wie "Drunken Sailor", "Leinen los, volle Fahrt Santiano", "Dans op de Deel" oder "My Bonnie Is Over The Ocean", die mal etwas ganz anderes sind als die zeitlosen, partytauglichen Gassenhauer, die sich sonst durch die Stücke auf dem Theaterschiff und in der Komödie Bremen ziehen. Knut Schakinnis folgt also seiner Ankündigung, im Schnoor zukünftig auf Stücke mit "norddeutschem Humor" zu setzen. "Fischer sucht Frau" macht es vor: Hier geht es "Fluss aufwärts" statt "bergauf"; statt dem "Versuchskaninchen" muss die "Versuchs-Forelle" herhalten und will man jemanden überzeugen, dann zeigt man ihm "wo der Dorsch die Eier hat". Unterstützt wird der norddeutsche Charme durch ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild mit Hafenidylle.

Corona Statement und Bitte….

Ein paar Worte zur aktuellen Situation:

Auch wenn langsam wieder Theater gespielt wird, so sind durch die Corona Krise doch viele Theater existenziell gefährdet. 
Viele Privattheater können unter den aktuellen Bedingungen kaum wirtschaftlich arbeiten. Erste Insolvenzen drohen und sind teilweise schon nicht mehr vermeidbar. Einige Häuser, wie zum Beispiel mein „Wohnzimmer“, das Neue Theater in Hannover, können immer noch nicht wieder öffnen. 

Ich bitte Sie daher, die Theaterlandschaft in Deutschland mit regelmäßigen Besuchen am Leben zu halten. Alle geöffneten Häuser haben genehmigte Hygienekonzepte und garantieren Ihnen einen sicheren Theaterbesuch. 

Bitte unterstützen Sie Privattheater und Künstler indem Sie Gutscheine kaufen, Abos abschließen und für bereits gekaufte, aber verschobene Karten nicht auf eine Erstattung bestehen.

Bleiben Sie gesund und helfen Sie Ihren Mitmenschen gesund zu bleiben!
Theater muss sein! Auch jetzt!

Gnadenlos überzogen!

"Kann es denn gut gehen, zu Beginn schon so viel Gas zu geben?...Kann es....
Dabei müsste es doch scheitern, dieses gnadenlose Überzeichnen der Figuren...".

Ich freue mich sehr über diese tolle Kritik aus den Lübecker Nachrichten vom 25.01.2020! Ein großes Danke und Glückwunsch an mein tolles Ensemble, das Dreibettzimmer nach seiner Premiere in Bremen vor beinahe einem Jahr zu einem so großen Erfolg hat werden lassen.

In Lübeck geben sie nun noch mal alles. 

Dreibettzimmer Luebecker nachrichten

Kritiken des Monats

Hier zwei Kritiken, die mich diesen Monat sehr erfreut haben:
Zuerst die Kritik zu Christian Voss´s Inszenierung meines ersten Stücks.
Der Theaterfassung des Romans „SMS für Dich“ von Sofie Cramer.

Und dann noch die Kasseler Kritik zu meiner Inszenierung von „Dreibettzimmer“ an der Komödie Kassel.


Zwei wie die Toten Augen

Während meine Proben für die Gangsterkomödie "Zwei wie Bonnie und Clyde" heute in die finale Phase gehen,  schnell noch ein kleines Update zu den "Toten Augen von London“. Das Stück war nun ein paar Wochen auf Tournee und läuft nun seit einer knappen Woche am Stammhaus in Braunschweig.  Am vergangenen Wochenende gab es noch vier Gastspiele im Theater am Aegidientor in Hannover. Allein da haben das Stück über 3200 Zuschauer gesehen! Und ganz egal wo die Toten Augen zur Tat schritten, von überall kommen tolle Kritiken und Zuschauerstimmen. Man kann wirklich sagen - es ist ein voller Erfolg. Mich als Regisseur macht das natürlich stolz, wobei ich ganz klar sagen kann, dass es auch wirklich das tolle Ensemble ist, welches zum großen Erfolg dieses Krimis beiträgt.

Nun geht es aber wie gesagt in die Endproben für "Zwei wie Bonnie und Clyde".
Ich freue mich auf die intensiven kommenden Tage und eine schöne – und hoffentlich erfolgreiche – Premiere am Donnerstag in Hannover.

kritik BZ

Bloglos?

Was ist denn hier eigentlich los? Ich schaffe es seit Monaten nicht, regelmäßig diesen Blog zu befüllen. Und das nicht, weil ich zu wenig zu tun habe, sondern eher im Gegenteil - ich komme kaum dazu, bzw. nutze ich die wenige Freizeit im letzten halben Jahr nicht um mein „ Material“ zu pflegen, sondern zum abschalten.

Es ist wirklich toll, wie sich die Dinge in den letzten Jahren für mich entwickelt haben. Das Arbeitsleben am Theater ist eine Achterbahn und ich habe gefühlt 10 Jahre für den Berg gebraucht und bin vor ca. 5 Jahren ins Rollen gekommen.
Nun passieren viele Dinge und manchmal geht es mir fast zu schnell von einem Job in den Nächsten. Aber beschweren will ich mich  ganz sicher nicht. 
Alles ist am richtigen Platz gerade. Zumindest beruflich.
Und dennoch stehen bald große Veränderungen an...
Im Privaten hat sich leider jetzt schon viel geändert - die ständige Abwesenheit, Fernbeziehung, ständige Unsicherheit die Zukunft betreffend, haben ihren Tribut gefordert. Wie bei so vielen Schauspielern….Aber die Geschichte gehört hier nicht wirklich hin.

Was habe ich also gemacht in diesem Jahr?

Meine Inszenierung von CAMPINGFIEBERin Bremen läuft ganz prächtig und war eine schöne Arbeit. Das Stück läuft dann später im Jahr noch in Bielefeld.
Ich selbst habe ein letztes Mal RUBBELDIEKATZin Dresden gespielt.
Vier Jahre hat mich dieses Stück begleitet. Die Kollegen sind Freunde geworden und ich werde diese Zeit nie vergessen. Manche Inszenierungen verändern dich. Toll eigentlich. Auch die LANDEIER standen in Dresden noch einmal auf dem Spielplan - mit denen gibt es dieses Jahr noch ein Wiedersehen an der Komödie am Bayrischen Hof in München. Natürlich zur besten Oktoberfestzeit. Ich bin sehr gespannt auf das schöne Theater und  darauf, wie München das Stück aufnimmt. 

Ab und zu spiele ich dann auch noch NO SEX IN THE CITY in Braunschweig - aber das ist nur eine ganz kleine Rolle und wirklich leichtverdientes Geld. Mit den tollen Kollegen macht das ganze auf jeden Fall eine Menge Spass!

Gerade habe ich die Wiederaufnahme meiner 2015er Inszenierung der TOTEN AUGEN VON LONDON abgeschlossen. Das war damals mein erstes Abendstück
(drei Jahre erst vergangen????) und ein großer Erfolg am Neuen Theater Hannover.

Die ersten Kritikerstimmen von Tournee lassen hoffen, dass es auch drei Jahre später immer noch ein tolles Stück geblieben ist. Die Proben mit diesem tollen Ensemble haben jedenfalls unglaublich viel Spaß gemacht. 

Hier die erste Tournee Kritik zum Selberlesen.

Und nächste Woche geht es dann schon mit einer neuen Inszenierung los.
ZWEI WIE BONNIE UND CLYDE am Neuen Theater in Hannover.
Ich freue mich auf dieses rasante Zwei-Personen Stück!
In so kleinem Kreis lässt sich sicher toll arbeiten und die Zeit besonders intensiv nutzen. 

So, das war zumindest mal wieder ein kleiner Überblick. Falls tatsächlich noch jemand ab und zu hier im Blog vorbeischaut. :)


Alles Liebe,

Oliver






Kalender und Girls.

Ein Blick in diesen Blog und einer auf den Kalender und mir wird klar,
das Jahr rast mal wieder mit einer solchen Geschwindigkeit voran – bald ist schon wieder Silvester. Ich habe seit der Premiere von "Machos auf Eis“, in Hannover, nicht mehr geschrieben und das ist nun  schon wieder vier Monate her.

Was war denn dann noch alles?
Im Anschluss an die Machos habe ich meine erste Arbeit in Bremen angetreten. Am Packhaustheater durfte ich die SCHARFE BRISE, nach der Uraufführung an der Comödie Dresden im vergangenen Sommer, ein zweites Mal inszenieren. Mit einem neuen Team und der ganzen Dresdner Erfahrung im Gepäck ist es eine erfolgreiche und lustige Produktion geworden, die in 2018 erneut laufen wird. Wahrscheinlich wird die Brise nach einigen Vorstellungen in Bremen dann auch nach Lübeck wehen.
Die Arbeit mit dem Bremer Theater hat mir sehr viel Freude gemacht. Supernettes Klima und gute Leute vor, hinter und auf der Bühne. Gerne komme ich bald wieder nach Bremen, die ersten Gespräche dazu laufen bereits.

Ich selber habe im Anschluss an die Premiere in Bremen ein wenig frei gehabt und es mir gutgehen lassen. Nur ein paar mal im Tonstudio habe ich so etwas ähnliches wie Arbeit gemacht. Es tat aber gut, einfach mal ein wenig zu Hause zu sein.

Aber irgendwann geht es dann wieder los. So war ich nun gerade zehn Tage in Dresden an der Comödie. In der Produktion KALENDER GIRLS hatte ich in 2014 schon einmal gespielt. Drei total unterschiedliche aber auch kleine Rollen. Ausser der vielen Wartezeit hinter der Bühne hat das Spielen viel Spaß gemacht. 
Vor allem die tollen Kolleginnen – die alle wunderbare Karrieren und einen reichen Schatz an Lebenserfahrung blicken können – haben die Zeit wie im Fluss vergehen lassen. Bei den ganzen (Kalender-)Girls war ich schon ein wenig der  "Hahn im Korb“. Oder ein bisschen „Ersatz-Sohnemann“  –  wie man es nimmt. 

Nun geht es morgen schon zum Proben nach Braunschweig.
Neben einer kleinen Rolle in der Komödie „NO SEX AND THE CITY“ habe ich mich entschlossen , die Hauptrolle im diesjährigen Kinderstück zu übernehmen.
Bei SCROOGE aus Charles Dickens "A Christmas Carol“  – in einer auf Braunschweig angepassten Fassung  – musste ich aber auch nicht lange überlegen.
Für beide Produktionen wird in den nächsten zehn Tagen vorgeprobt.
Nun muss ich die Tage noch fleißig Text lernen.

Und dann geht es auch schon bald an die Proben zu Charleys Tante. Während ich hier schreibe, klingen Swing und Charlestontöne aus meinem Lautsprecher. Der Herr Regisseur muss sich schon mal ein bißchen auf die goldenen Zwanziger einstimmen.

Ihr seht also, es bleibt interessant und es ist auch wieder genug zu tun.

Liebe Grüße,

Oliver


Hier noch ein paar Fotos aus Dresden.

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Zuschauerstimmen:MACHOS AUF EIS

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Bremer Brisen sind scharf

Wie die Wochen an einem vorbeirasen, wenn man gut zu tun hat. Ich habe das Gefühl den letzten Blogpost –zu den Machos – erst vor kurzem geschrieben zu haben und dennoch liegen schon wieder knapp vier Wochen und eine komplette Produktion dazwischen.

Die Neuinszenierung der SCHARFEN BRISE am Packhaustheater in Bremen hatte vergangene Woche Premiere und war ein voller Erfolg.Dass meine erste Arbeit für dieses Theater erfolgreich und ohne größere Probleme vonstatten geht, war mir sehr wichtig. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit dort, fühlte mich gut aufgehoben und vom Theater unterstützt und konnte so ziemlich das Maximum aus der knappen Probezeit herausholen. Ein super vorbereitetes Team und die Hilfe meiner tollen Choreographin Clarissa sorgten dann dafür, dass wir im Bremen nun eine echt scharfe Brise auf die Bühne bringen konnten.

Das Publikum war bisher jedesmal begeistert und ich bin auch mit den Kritiken durchaus zufrieden. Ich freue mich schon auf den nächsten Auftrag aus Bremen und hoffe er lässt nicht zu lange auf sich warten. 

Hier noch ein paar Kritik-Auszüge:

"Die Striptease-Einlagen haben es in sich. Das Publikum kommt aus dem Lachen nicht mehr raus.Tosender Jubel vom Premieren-Publikum!“  BILD

Scharfe Brise“ von Regisseur Oliver Geilhardt kommt an beim Publikum.Jeder Charakter ist einfach zu verstehen, die Zuschauer finden sich wieder und tauchen ein in ein Stück, das so herrlich authentisch ist, dass es schlicht Spaß macht, daran teilzunehmen. Eine Mischung aus Gesang, Kirmes, verkorksten Zirkusnummern und schrägen Tanzeinlagen. Ein gelungener Mix aus angenehmen Charakteren, einer eingehenden Story mit Wortwitz und einer großen Portion Situationskomik.  KREISZEITUNG

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Nun bin ich wieder in Hamburg und habe bis August kein Theaterengagement mehr.Das bedeutet ich kann endlich mal wieder etwas zuhause sein und meine Heimatstadt genießen. Darauf freue ich mich wirklich schon lange. 

Liebe Grüße,

Oliver


Macho, Machos.

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Wie schnell das immer geht. Kaum hat man total aufgeregt die Leseprobe hinter sich gebracht und gefühlt zwei bis drei Probentage später, ist schon die Premiere und des Regisseurs Arbeit getan. Dass dazwischen ein Monat voller Auf´s und Ab´s liegt, viel Spaß und auch ein wenig Frust, positiver sowie negativer Stress, manchmal Sorge und oft wenig Schlaf – das ist tatsächlich schnell vergessen und geht ganz auf in dem Gefühl wieder einmal gerade noch rechtzeitig fertig geworden zu sein. Fertig im Sinne von „premierenreif“ oder „ spielbar“. So ganz fertig ist man wohl nie zur Premiere. Aber auf den letzten Drücker klappt dann doch einiges und auch bei meinen MACHOS haben die letzten Tage noch einmal den nötigen Theaterzauber geliefert.

Nun ist das Stück also raus und ich freue mich schon, heute Abend als Gast im Publikum zu sitzen und den Jungs (und Tamara) zuzusehen. Ich denke wir haben eine gute Arbeit abgeliefert und der Spaß, den wir bei vielen Proben hatten, ( Was haben wir gelacht manchmal… Niveau- Tiefflüge inklusive) überträgt sich sicher stark auf das Publikum.

Ich habe während der  Arbeit einmal mehr festgestellt, wie viel Spaß ich am Inszenieren habe und wie froh ich bin die Chance bekommen zu haben, einem Stück mehr mitzugeben als „nur“ darin zu spielen.  Danke, Leben.

Hier die Kritik aus der Neuen Presse Hannover:

MACHOS NP